AuTierheilzentrum Verena Böer

Ernährung von Hunden und Katzen

 

Eine artgerechte Ernährung entspricht den Naturgesetzen. Dazu benötigen wir keine wissenschaftlichen Erkenntnisse hinsichtlich der Zusammensetzung des Futters. Die Urnahrung aller Säugetiere ist eine Nahrung, die roh, ganz und stets frisch verzehrt wird.

Was ist der Unterschied zwischen Nahrungs- und Lebensmitteln?

Lebensmittel sind für die Gesundheit unentbehrlich. Sie sind noch „lebendig", vollwertig und natürlich.

Nahrungsmittel sind fabrikatorisch bearbeitet, d.h. konserviert, extrahiert und erhitzt. Sie übernehmen im Organismus Teilaufgaben, da sie nur noch Träger von Nährstoffen sind.

Fertigfutter:

Was Hunde überhaupt nicht benötigen ist: Getreide. Und das ist in handelsüblichem Industrietrockenfutter bis zu 90 % enthalten. Die „Fleischmenge" besteht aus tierischen Abfallprodukten und zusätzlich werden Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel, Zucker oder Karamel zugesetzt, um die Aufnahme des Futters zu fördern.
Auf den Punkt gebracht: Getreide- und tierische Abfallprodukte + Fett + Zucker und zahlreiche Zusatzstoffe machen auf Dauer ein krankes Tier!

Häufige Erkrankungen durch eine unnatürliche Ernährung sind z.B.: Allergien (starker Juckreiz, Ekzeme), Zahnstein, Gelenkbeschwerden, Leber- und Nierenschäden, chronische Durchfälle, Bauchspeicheldrüsen-Erkrankungen und Fettsucht. Auch an der Entstehung des Krebses ist die Fehlernährung in erheblichem Maße beteiligt.

 

Die optimale Ernährung:

Rohfütterung - BARF (Biologisch artgerechtes rohes Futter)

Im Gegensatz zum Fertigfutter ist die Rohfütterung nicht vom Menschen erfunden worden. Jedem Lebewesen wurde ein Verdauungssystem gegeben, das auf eine bestimmte Nahrung zugeschnitten ist und somit den Körper in Balance hält. Die Rohfütterung ahmt die natürliche Nahrung eines wild lebenden Fleischfressers nach, was bedeutet: rohes Fleisch, Knochen, Obst und Gemüse zu verfüttern. Auch der gelegentliche Verzehr von Erde, Kräutern oder Kot von Pflanzenfressern ist erlaubt.

Getreide kann als Energielieferant (für Leistungshunde) in geringen Mengen gefüttert werden, wenn der Hund es verträgt! Von Vorteil sind Buchweizen, Hirse, Amaranth oder Naturreis. Weizen sollte grundsätzlich vermieden werden, da es oft Allergien auslöst. Bei folgenden Erkrankungen sollte auf Getreide absolut verzichtet werden: Allergien, Gelenkerkrankungen, Krebserkrankungen, Hefepilzbefall und Epilepsie.

FALSCH: Vorurteile der Rohfütterung:

:: der Hund bekommt Parasiten und Salmonellen!

Diese sind jedoch nicht zu befürchten, da der Magensaft des Hundes auch diese Bakterien abtötet. Die Magensäure des Hundes besitzt die 10-fache Menge an Salzsäure als der Mensch. Dadurch ist es fast unmöglich, dass Bakterien und andere Krankheitserreger überleben.

:: der Nährstoffbedarf des Hundes wird nicht gedeckt!

Bei der Rohfütterung kehren wir zur Normalität zurück. Es wird frisch und abwechslungsreich gefüttert, so dass die Notwendigkeit, bei jeder Mahlzeit alle lebensnotwendigen Nährstoffe zu verabreichen, nicht gegeben ist. Die Ausgewogenheit sollte innerhalb mehrerer Wochen stattfinden, wie es auch in der Natur geschieht.
Da wir aber keine ganzen Tierkörper verfüttern, fehlt jedoch noch das eine oder andere Vitamin oder Mineral, dass in Blut, Fell, Horn, Augen oder Hirn enthalten ist. Daher macht es Sinn, die Nahrung mit einigen Zutaten zu ergänzen.

:: Knochen sind lebensgefährlich für den Hund!

Die Verdauungsorgane des Hundes sind auf die Verwertung von rohem Fleisch und Knochen eingestellt. Die Magensäure ist so stark, dass sie Fleisch, Knochen und Knorpel problemlos zersetzten kann. Ist der Hund schon älter oder hat Hüftprobleme, kann es jedoch besser sein, gewolfte oder gemahlene Knochen zu füttern, da ein zu fester Kot oder eine Verstopfung Schmerzen beim Pressen verursachen kann.

:: Rohfütterung ist teuer!

Rohfütterung ist nicht wesentlich zeitaufwendiger oder teurer als Fertigfutter, und sie wissen genau, was ihr Hund zu fressen bekommt. Des Weiteren sparen sie im Laufe der Jahre enorm an Tierarztkosten!


Klare VORTEILE der Rohfütterung sind:

:: starkes Immunsystem und ein gesunder Stoffwechsel
:: kein Zahnstein und übler Maulgeruch
:: starke Muskeln, Bänder und Sehnen
:: weniger Wachstumsprobleme
:: schönes und gesundes Fell
:: weniger Parasiten (Zecken, Flöhe, Würmer)
:: sehr geringes Risiko einer Magendrehung
:: wesentlich kleinere Kotmengen
:: Verminderung und Erleichterung von Gelenkerkrankungen
:: FREUDE am Fressen


Für Ernährungs- und Umstellungsfragen zur Rohfütterung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Nach einer ausführlichen Besprechung erstelle ich einen individuellen Futterplan inklusive kompletter Rationsberechnung.

Wenn eine Umstellung auf Rohfutter nicht möglich ist, oder diese Form der Fütterung im Urlaub zu kompliziert wird, dann ist die Ernährung durch hochwertige Dosennahrung eine gute Alternative.

Was ist eine hochwertige Dosennahrung?

Sie sollte einen Fleischanteil von 70 % und Gemüse beinhalten.
Wichtig: ohne Konservierungsstoffe, ohne chemische Farb-, Lock- oder Duftstoffe! 

Es gibt einige Firmen, die großen Wert auf eine qualitativ hochwertige Hunde- und Katzennahrung legen. Zum Beispiel die Firma Veritas. 

 

BARF